Konferenz "Weg vom Öl": Die Steinzeit endete nicht wegen Stein-Mangels

 
(ar) - Die Entwicklung "Weg vom Öl" habe begonnen. So beschrieb Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe jetzt in Berlin den Stand der Diskussion um alternative Energien für den Verkehr zum Auftakt der Möbilitätsoffensive-Konferenz. Vertretern der Autofahrer, der Automobilwirtschaft sowie der Mineralölindustrie diskutieren den Stand der Entwicklung von Alternativen und deren Chancen für den fossile Kraftstoffe zu ersetzen.

Dr. Manfred Stolpe erläuterte zu Anfang, man sehe eine vierstufige Strategie zur Sicherung der Mobilität gibt. Als erstes sollen die vorhandenen Antriebe verbessert werden. Dann sollen Brückentechnologien wie Hybridantriebe entwickelt werden. Drittens gehe es um alternative Kraftstoffe und viertens um die Eröffnung einer Chance für den Wasserstoff. Der Minister geht davon aus, dass dies eine langfristige Strategie sein wird. So prognostizierte er für die Beimengung von alternativen Kraftstoffen zu den herkömmlichen die Jahreszahl 2020: Dann könnte der fossile Kraftstoff zu 20 Prozent von den alternativen ersetzt werden.

Gesprächspartner in der Auftakt-Veranstaltung waren Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Wilhelm Bonse-Geuking, Präsident der European Petroleum Industry Association sowie Peter Meyer, Präsident des Allgemeinen deutschen Automobilclubs (ADAC). Meyer forderte vom Verkehrsministerium die Schaffung einer Infrastruktur, damit die vorhandenen Fahrzeuge mit möglichst wenig Treibstoff auskommen können. Heute würde noch zu viel Kraftstoff in Staus verschwendet.

Die vorhandenen Energiereserven müssen durch neue Technologien verlängert werden, meint auch Prof. Bernd Gottschalk. Dabei seien es weniger die Rohölreserven, die zum Umdenken und zur Suche nach Alternativen zwingen, als die steigenden Preise der Treibstoffe. Gottschalk weist darauf hin, dass bei der Technologieentwicklung hin zum Wasserstoffauto auch die Brückentechnologien, wie zum Beispiel Fahrzeuge mit zwei Treibstoffen (Benzin und Gas) nicht aus den Augen verloren werden dürfen.

Wilhelm Bonse-Geuking begann seine mit dem Zitat des saudi-arabischen Ölministers Scheich Yamani, die Steinzeit sei nicht wegen des Mangels an Steinen zu nde gegangen. Ebenso werde die "Ölzeit" nicht wegen Ölmangels enden. Dennoch entwickle auch die Ölindustrie alternative Treibstoffe. Bonse-Geuking dämpfte in seiner Darstellung die Hoffnung auf den Wasserstoff mit dem Hinweis, dass ein Wasserstoffauto nur dann für die Umwelt Sinn mache, wenn das Gas ohne das Treibhausgas Kohlendioxid hergestellt werden könne. (ar/nic)

veröffentlicht am 13. April
     

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