Opel vervierfacht operativen Gewinn

 

(ar) - Während die Mutter General Motors wegen hoher Verluste nicht aus den Schlagzeilen kommt, verzeichnet die Tochter Opel/Vauxhall mit seinem Europa-Geschäft nach der Restrukturierung mit dem Abbau von 9000 Stellen allein im vergangenen Jahr auch im zweiten Quartal 2006 wieder Gewinne. Wie das Unternehmen heute mitteilte, stiegen die Erlöse von Opel/Vauxhall und der Schwestermarke Saab von 30 auf 124 Millionen US-Dollar (98,4 Millionen Euro).

Nachdem Opel im letzten Quartal 2005 noch einen Verlust einfuhr, hatte sich der Gewinn bereits im ersten Quartal 2006 auf 88 Millionen Euro summiert. So ist die GM-Tochter nach sechs Jahren erstmals wieder auf dem Weg zu schwarzen Zahlen. Der Umsatz ist im zweiten Quartal von knapp 8,6 auf 8,74 Milliarden Dollar gestiegen. Allerdings hat GM die Kosten für die Abfindungsprogramme nicht in die Bilanz einfließen lassen und die Schließung des Werks Azambuja in Portugal mit 1100 Beschäftigten wird die Kassen weiter belasten.

Ein Sprecher von GM-Europe sagte, Grund für den Gewinnanstieg seien die neuen, attraktiven Modelle, die dank gut kalkulierter Materialkosten zu kundenfreundlichen Preisen angeboten werden könnten. Auch der neue Corsa weckt Hoffnungen. GM-Chef Rick Wagoner bezeichnete die Resonanz auf den Kleinwagen, der im Herbst auf den Markt kommt, als sehr positiv. Gestern hatte GM für das zweite Quartal einen Verlust von 3,2 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro) vermeldet. Verantwortlich dafür seien vor allem die Sonderbelastungen aus den Vorruhestandsregelungen von mehr als 34 000 Mitarbeitern, die das Unternehmen mit 3,7 Milliarden Dollar belastet haben. (ar/sb)

veröffentlicht am 27. Juli
     

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