(ar) - Wer wäre der richtige Käufer für Volvo? In Schweden wird derzeit viel über den von Ford geplanten Verkauf der Automarke spekuliert. Ford will sich angeblich für acht Milliarden US-Dollar von seiner vor acht Jahren zugekauften Premiummarke trennen. Automarktanalyst Christer Karlsson hält Zeitungsberichten zu Folge eine Übernahme durch einen asiatischen Käufer für die sinnvollste Lösung. Der Professor an der Kopenhagener Business-School glaubt, dass sich dadurch neue Märkte für Volvo erschließen und die europäischen Werke erhalten bleiben würden.
Für asiatische Interessenten wäre Volvo wegen seiner Kompetenz in Sachen Fahrzeugsicherheit ein attraktiver Kauf. Damit könnten entsprechende Entwicklungsrückstände etwa der chinesischen Autobauer schnell aufgeholt werden.
Ford hatte zuletzt Ende Mai die Verkaufsabsichten dementiert. Für die Volvo-Übernahme soll es zwei oder drei Interessenten aus der Automobilindustrie geben. Das hatte Max Warburton, Chef-Automobilanalyst der USB Investment Bank, auf einem Fachkongress Ende Juni in Prag erklärt. Nach unbestätigten Berichten soll auch BMW über Volvo nachdenken. In Schweden wird außerdem darüber spekuliert, ob nicht Volvo Trucks die Pkw-Sparte zurückkaufen könnte.
Der amerikanische Autobauer leidet vor allem unter dem schwachen US-Geschäft und will sich auch von Jaguar und Land Rover trennen. (ar/jri)
veröffentlicht am 17. Juli
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