Martinshorn

Das Martinshorn warnt Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr

Martinshorn ist eine beliebte Bezeichnung für das Folgetonhorn, das, oft mit Blaulicht kombiniert, mittels Signaltönen Verkehrsteilnehmer warnt.

 

Martinshorn. Jedes Kind kennt diesen Begriff, denn schon im jungen Alter lernt man, dass bei Erklingen dieses Signals höchste Vorsicht geboten ist und sich vermutlich gerade ein Krankenwagen, Polizeiauto oder Feuerwehrfahrzeug nähert. Was jedoch auch die wenigsten Erwachsenen wissen, eigentlich heißt das Martinshorn korrekterweise Folgetonhorn, die umgangssprachliche Bezeichnung Martinshorn hat ihren Ursprung bei einem badischen Unternehmen, das solche Signalinstrumente herstellt. Man bezeichnet das Martinshorn mitunter auch als Tonfolgehorn.

Unter einem Martinshorn beziehungsweise Folgetonhorn versteht man generell akustische Einrichtungen, welche an Fahrzeugen angebracht sind, und die aufeinander folgend Signaltöne mit verschiedenen Grundfrequenzen von sich geben. Dies können durchaus unterschiedliche, kurze Melodien, oder aber ein immer wiederkehrendes Gewummer sein. Je nach Land variiert dies zum Teil ein wenig.

Das Martinshorn ist in der Bundesrepublik Deutschland für den privaten Gebrauch strengstens verboten, es ist lediglich entsprechend dazu berechtigten Einsatzfahrzeugen vorbehalten, die zu bestimmten Behörden oder aber sonstigen Organisationen mit Sicherheitsaufgaben gehören. Dazu zählen beispielsweise die Polizei, Feuerwehren sowie diverse Hilfsorganisationen, die zum Beispiel Krankenwagen und Notarztwagen einsetzen. Das Martinshorn ist damit ein Teil der sogenannten Warnanlage und ist auch unter dem Begriff Sondersignalanlage bekannt.

Durch die spezielle, markante Tonfolge, die jedem Verkehrsteilnehmer bekannt ist, und eine entsprechende Lautstärke soll das Anrücken von Einsatzfahrzeugen schon von weitem akustisch erkennbar sein. Andere Fahrzeuge sind nun verpflichtet, Platz zu machen und die Einsatzfahrzeuge passieren zu lassen. Da das Martinshorn internationale Verbreitung gefunden hat, wenn auch in leicht abgewandelten Tonkombinationen, kann man es überall auf der Welt direkt als Warnsignal identifizieren.

Oftmals wird das Martinshorn bei Einsatzfahrten auch mit dem Blaulicht kombiniert, um neben der akustischen Komponente auch optisch die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer zu bekommen. Besonders gut funktioniert das natürlich in der Dämmerung und im Dunklen, denn hier ist ein blinkendes Blaulicht schon von weit her deutlich erkennbar.