Gastankstellen

Gastankstellen befinden sich auf dem Vormarsch

Gastankstellen sind in Ländern wie den Niederlanden, Belgien, Frankreich Polen und auch der Türkei in einem flächendeckenden Tankstellennetz vertreten.

 
 

Gastankstellen werden auch in Deutschland immer häufiger und sorgen dafür, dass Autogas deutlich stärker verbreitet ist als der Erdgasantrieb mit seinen CNG-Tankstellen. Mitte 2006 gab es über 1700 Gastankstellen für Autogas in Deutschland. Autogas sollte nicht mit Erdgas verwechselt werden. Erdgas, abgekürzt mit LNG für Liquified Natural Gas, heißt als Kraftstoff CNG für Compressed Natural Gas. Autogas, abgekürzt mit LNG für Liquified Petroleum Gas, hingegen ist ein Flüssiggas, besteht also aus Propan, Butan und deren Gemische. Weltweit haben Gastankstellen drei verschiedene Anschlusssysteme zum Betanken der Autogasfahrzeuge.

Fährt man mit seinem Wagen in ein anderes Land, kann ein Adapter weiterhelfen, und zwar mit dem ACME-Anschluss, dem so genannten Euroadapter mit Schraubanschluss, dem Dish-Anschluss, dem so genannten Italienadapter bzw. Dish Coupling sowie dem Bajonett-Anschluss, dem NL-Adapter. Euronozzle ist der Name für den geplanten einheitlichen europäischen Anschluss. Gastankstellen mit ACME gibt es in Belgien, Deutschland, Irland und teilweise auch Österreich. Den Bajonett-Anschluss findet man in Großbritannien, Niederlande und Spanien. Den Dish-Anschluss findet man auf Gastankstellen in den Ländern Frankreich, Tschechien, Italien, Portugal, Griechenland, Polen, Ungarn und wiederum teilweise in Österreich.

Autogas ist preiswerter wie Benzin, wird steuerlich begünstigt und ist umweltfreundlicher, daher ist abzusehen, dass der Bestand an Fahrzeugen, die mit Autogas betrieben werden, weiter ansteigt. Ebenso wird auch die Anzahl der Gastankstellen weiter steigen. Bei Bau oder Umbau zur Gastankstelle muss einiges an Sicherheitsvorschriften beachtet werden. Es handelt sich bei Anlagen mit Flüssiggaslagerbehälter um überwachungsbedürftige Anlagen gemäß der Betriebssicherheitsverordnung. Vor Inbetriebnahme muss eine Überprüfung durch die zugelassene Überwachungsstelle erfolgen, die dann in regelmäßigen Abständen wiederholt werden müssen.

Außerdem müssen unbedingt die Bestimmungen zum Explosionsschutz beachtet werden. Beim Umgang mit Flüssiggas sind besondere Maßnahmen erforderlich, wenn Arbeiten unter Erdgleiche, also im Keller oder Ähnliches, durchgeführt werden. Flüssiggas ist schwerer als Luft, so dass es sich als eine Art See sammeln kann und damit gefährlich werden kann, was gerade in Bezug auf Bodenöffnungen wie Kanaldeckel, Luken und Kellerabgänge von großer Bedeutung ist. Die Beachtung der Sicherheitsvorschriften ist bei Gastankstellen von großer Bedeutung, was sie allerdings bei normalen Tankstellen auch sein sollte.