Auto im Ernstfall lieber stehen lassen

Schnee und Sommerbereifung bilden eine schlechte Kombination

30.10.12

Meteorologen erwarten den ersten Schnee. Autofahrer sollten rasch die Winterreifen montieren, sonst gilt es im Ernstfall das Auto stehen zu lassen.

 
Es ist an der Zeit, die Reifen zu wechseln © panthermedia.net/Frank FischerEs ist an der Zeit, die Reifen zu wechseln

Bisher konnte sich das Herbstwetter sehen lassen. Zwar war es teilweise etwas regnerisch, doch richtig kalt wurde es nie. Dies soll sich aber bald ändern. Für dieses Wochenende erwarten Meteorologen den ersten Schnee. Für Autofahrer ist dies eine klare Ansage: Es ist höchste Zeit, um von der Sommerbereifung zur Winterbereifung zu wechseln. Wer noch nicht gewechselt hat bzw. immer noch mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte sich ganz schnell beeilen und sich um den Wechsel der Reifen kümmern.

Ob es letztlich schneit oder nicht, ist zweitrangig. Es mag einige Regionen geben, in denen voraussichtlich noch nicht so schnell Schnee liegen wird. Allerdings sollte man auch dort kein Risiko eingehen, zumal Winterreifen nicht nur bei Schnee oder Eis punkten. Bei niedrigen Temperaturen sind sie schlichtweg die bessere Wahl. Die alte Regel, dass Winterreifen bei Temperaturen von weniger als sieben Grad Celsius die bessere Wahl sind, gilt zwar nur noch bedingt. Doch prinzipiell ist es bei den niedrigen Temperaturen empfehlenswert, mit Winterbereifung unterwegs zu sein.

Wechsel der Reifen ist einer ernsthafte Angelegenheit

Die Experten für Verkehrssicherheit des ADAC haben sogar einen Warnhinweis ausgesprochen. Sie warnen vor einem zögerlichen Reifenwechsel und erinnern dabei an die bestehende Winterreifenpflicht. Wer bei entsprechenden Wetter- oder Straßenverhältnissen ohne Winterbereifung unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg. Auf welchen Betrag und wie viele Punkte sich ein Bußgeld beläuft, hängt von der jeweiligen Situation ab. Es kann jedoch leicht passieren, dass 80 Euro sowie vier Punkte in Flensburg fällig werden. Wer vom Schneefall überrascht wurde, sollte mit Sommerbereifung besser nicht fahren, sondern sich um einen zeitnahen Reifenwechsel bemühen.

Autofahrer, die es hierauf anlegen, handeln nicht gerade clever. Schließlich ist es nicht besonders schwierig, die Reifen zu wechseln. Wer über ein wenig handwerkliches Geschick sowie einen Wagenheber und Kreuzschlüssel verfügt, kann den Wechsel der Reifen sogar selbst vornehmen. Der Reifendruck lässt sich an jeder Tankstelle überprüfen. Ansonsten sucht man einen Reifenhändler auf, um die Winterreifen dort montieren zu lassen.

Auf die Profiltiefe der Reifen achten

Vor einem Wechsel der Reifen sollte geprüft werden, ob diese noch zu gebrauchen sind. Winterreifen sollten nicht zu lange gefahren werden und außerdem ist es nicht ratsam, die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern einzuhalten. Bei Schnee und Eis verspricht solch eine Profiltiefe nicht mehr den optimalen Nutzen.

Bei Winterreifen ist es empfehlenswert, mit einer Profiltiefe von mindestens vier Millimetern unterwegs zu sein. Mit Hilfe einer Münze, die man zwischen das Reifenprofil steckt, lässt sich die Tiefe genau ermitteln. Wer sich unsicher ist, kann sich Rat beim Reifenhändler holen.

   

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