Wertermittlung von Fahrzeugen

Was ist mein Gebrauchter wert?

05.09.16

Eine gute Vorbereitung ist entscheidend dafür, dass der Gebrauchtwagenverkauf ein Erfolg wird. Vor allem die Wertermittlung des Gebrauchten ist wichtig.

 
Mit richtiger Planung lassen sich gute Gebrauchtwagenpreise erzielen. © panthermedia.net/Gelu Sorin PopescuMit richtiger Planung lassen sich gute Gebrauchtwagenpreise erzielen.

Wer sich ein neues Auto kaufen möchte, kann oft ein finanzielles Fundament dafür schaffen, indem er seinen alten Wagen verkauft. Doch dabei ist Vorsicht angebracht: Eine gute Vorbereitung ist entscheidend dafür, dass der Gebrauchtwagenverkauf ein Erfolg wird. Dazu gehört es, herauszufinden, wie viel das betreffende Auto wert ist.

Wer nach Gutdünken einen Preis festsetzt, läuft Gefahr, dass dieser zu hoch oder zu niedrig ausfällt. Im ersten Fall findet sich kaum oder schwer ein Käufer, im zweiten handelt es sich um ein Verlustgeschäft. Doch wie lässt sich in Erfahrung bringen, wie viel ein Fahrzeug wert ist? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, die in diesem Artikel etwas näher beschrieben werden sollen.

Objektive Wertermittlung

Das Internet ist eine wichtige Anlaufstelle für die Wertermittlung von Fahrzeugen. Eine zentrale Rolle in dieser Beziehung spielt die sogenannte Schwacke-Liste. Sie geht bis auf die 50er Jahre zurück. Autohändler können die Liste abonnieren. Wer als Privatperson jedoch nur den Wert eines einzelnen Fahrzeugs wissen möchte, kann diesen online ermitteln. Dafür zahlt er zwar einen geringen Betrag. Allerdings berücksichtigt das Ergebnis eine große Menge an Daten und sogar regionale Schwankungen.

Eine kostenlose Alternative zur Schwacke-Liste ist die DAT-Datenbank, die von der Deutschen Automobil Treuhand GmbH angeboten wird. Auch sie ist einfach im Internet zugänglich. Jedoch bleiben hier wichtige Daten wie Laufleistung und Sonderausstattungen unberücksichtigt. Die DAT-Datenbank liegt auch der ADAC-Fahrzeugbewertung zugrunde.

Zusammengefasst stehen Ihnen also zwei zentrale Anlaufpunkte im Internet zur Verfügung:

  • Schwacke-Liste: Sehr exakt durch die Berücksichtigung vieler Daten, kostet einen geringen Betrag.
  • DAT-Datenbank bzw. ADAC: Weniger exakt, dafür aber komplett kostenlos.

Wer es ganz genau wissen möchte, sollte die Schwacke-Liste vorziehen. So hat er einen guten Ausgangspunkt für die Festsetzung des Preises.

Ankäufer helfen ebenfalls

Auch Ankäufer von Gebrauchtwagen bieten eine Wertermittlung an. In der Regel ist diese kostenlos und unabhängig davon, ob der Ankauf zustande kommt./p>

Dabei ist jedoch aus mehreren Gründen Skepsis geboten:

  • Händler möchten am Verkauf mitverdienen. 15 bis 20 Prozent beträgt ihr Anteil oftmals.
  • Für die Wertermittlung ziehen sie meist Gutachter heran. Diese treffen wiederum unterschiedliche Aussagen.
  • Je geringer der Ankaufspreis, desto besser für den Händler.

Das bedeutet nicht, dass Ankäufer nicht hilfreich sein können beim Fahrzeugverkauf. Allerdings ist diese Variante der Wertermittlung nur ein ungefährer Ansatzpunkt für den Verkauf von privat. Allerdings bieten Firmen wie Autodandler bei einem Gebrauchtwagenankauf in München auch die Option, den Wagen kostenfrei abzuholen und abzumelden. Ein etwaiger Verkauf geht also wesentlich unkomplizierter über die Bühne. Ob Autobesitzer bereit sind, dafür einen zwar objektiv bewerteten aber etwas niedrigeren Verkaufspreis zu akzeptieren, muss jeder für sich entscheiden.

Andere Verkaufsangebote checken

Eine Alternative zu der Wertermittlung über die Schwacke-Liste oder die DAT-Datenbank stellt der Vergleich von Angeboten anderer Verkäufer dar. Dies hat den Vorteil, dass man so einen Eindruck davon erhält, wie viel andere Menschen bereit sind, für den eigenen Wagen zu zahlen. Allerdings gibt es auch hier einiges zu berücksichtigen:

  • Verkaufspreise fallen regional unterschiedlich aus.
  • Es sollte sich um exakt dasselbe Modell handeln (inklusive etwaige Sonderausstattungen).
  • Der Zustand des Wagens spielt eine wichtige Rolle.

Nur wer diese Aspekte berücksichtigt, profitiert von dieser Methode. Als erster Eindruck lässt sich somit aber zumindest eine Preisregion erkennen.

Die eigene Verhandlungstaktik festlegen

Wer nicht direkt an einen Ankäufer verkaufen möchte, sondern lieber sein Glück bei einem Privatverkauf sucht, sollte sich vorher eine Verhandlungstaktik zurechtlegen:

  • Ein festgelegter Mindestpreis im Kopf hilft, die eigene rote Linie bei der Preisverhandlung zu kennen. Diese Summe soll beim Verkauf unbedingt herausspringen.
  • Als Zuschlag zu diesem Preis wird eine gewisse Verhandlungsmasse anvisiert. Hierzu sollten Verkäufer sich die Vorzüge des Fahrzeugs bewusst machen und diese offen kommunizieren.

Mit einer guten Taktik lässt sich häufig ein etwas höherer Preis herausholen als bei Verhandlungen ins Blaue hinein. Natürlich muss dafür der tatsächliche Wert des Autos bekannt sein, um sich letztlich in realistischen Bahnen bewegen zu können.

Fazit

Die Wertermittlung von Fahrzeugen ist auf unterschiedlichen Wegen möglich. Wertvolle Ansatzpunkte lassen sich schon kostenlos über den Vergleich anderer Angebote oder eine Zuhilfenahme der DAT-Datenbank finden. Verkäufer, die es genau wissen wollen, können auf die Schwacke-Liste zurückgreifen. Im Zweifelsfall zahlt sich die damit verbundene geringe Investition aus.

   

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