Emissionen

Immer noch viele Autos mit hohem Schadstoffausstoß unterwegs

02.02.12

In zahlreichen Städten ist die Belastung an Schadstoffen in der Luft trotz Umweltzonen immer noch hoch, da zahlreiche alte Fahrzeuge unterwegs sind.

 
Hohe Feinstaubbelastung trotz Umweltzonen © panthermedia.net/Birgit StrehlHohe Feinstaubbelastung trotz Umweltzonen

Derzeit legen die Autohersteller großen Wert darauf, den Kraftstoffverbrauch ihrer Fahrzeuge sowie deren Kraftstoffausstoß deutlich zu senken. Hierbei werden auch große Erfolge erzielt, schließlich sind die Verbrauchswerte deutlich zurückgegangen. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass die Umwelt unmittelbar profitiert. Nach wie vor werden zahlreiche Schadstoffe ausgestoßen, die nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Mensch schaden.

Natürlich ist die Situation in Deutschland nicht so extrem, wie oftmals im Ausland. Man denke nur an Metropolen wie Schanghai, wo die Sicht grundsätzlich aufgrund von Smog getrübt ist. Dennoch ist die Schadstoffbelastung auch in vielen deutschen Städten sehr hoch – auch wenn die Schadstoffe mit dem Auge so nicht zu sehen sind.

Besonders Süddeutschland ist betroffen

Wie der ACE Auto Club Europa mitteilt, sind vor allem die Städte im Süden Deutschlands betroffen. Auf der Liste der zehn Städte mit den höchsten Feinstaubmesswerten befinden sich allein fünf Städte, die sich in Baden-Württemberg befinden. Allen voran Stuttgart: Die schwäbische Metropole liegt in Sachen Feinstaubausstoß regelmäßig und vor allem auch sehr deutlich über dem festgesetzten Grenzwert.

Die Experten des Auto Clubs führen gleich mehrere Gründe auf, weshalb der Schadstoffausstoß in vielen Regionen immer noch so hoch bemessen ist. Besonders die Fahrzeuge, die sich im Einsatz befinden, spielen hierbei eine wichtige Rolle. Zwar werden mittlerweile vergleichsweise emissionsarme Automobile und Nutzfahrzeuge produziert, allerdings sind auf den Straßen immer noch zahlreiche Fahrzeuge unterwegs, die schlichtweg viele Emissionen ausstoßen.

Auch die Fahrweise entscheidet

Auch den Kraftfahrern wird eine gewisse Schuld zugesprochen. Zum einen gibt es nach wie vor zahlreiche Kraftfahrer, die sich nicht um eine sparsame Fahrweise bemühen, weil sie beispielsweise nicht vorausschauend fahren und dadurch unnötig viel Kraftstoff verbrauchen. Aber auch die Nutzung des Fahrzeugs an sich stellt ein Problem dar: Das Auto ist zu einem selbstverständlichen Verkehrsmittel geworden. Selbst bei extremen Kurzstrecken setzen mittlerweile viele Personen auf das Auto.

Ein wichtiger Ansatz zur Lösung des Problems besteht folglich darin, die Denk- und Verhaltensweisen der Kraftfahrer positiv zu beeinflussen. Gerade mit einer vorausschauenden Fahrweise sowie einem häufigeren Verzicht wäre es möglich, einen nennenswerten Beitrag zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes zu leisten.

   

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