Altautoentsorgung

Wie werde ich mein Altauto los? - So funktioniert die Entsorgung!

23.01.21

Für die Entsorgung von Kraftfahrzeugen gibt es gesetzliche Vorgaben, um Umweltschutz und korrektes Recycling zu gewährleisten. Was gilt es zu beachten?

 
Entsorgung von alten Autos © panthermedia.net/Suzanne TuckerEntsorgung von alten Autos

Auch wer sehr an seiner alten, klapprigen Rostlaube hängt, muss irgendwann einsehen: es lohnt sich einfach nicht mehr. Der Verschleiß macht sich mehr und mehr bemerkbar und alles Basteln und Schrauben bringt nur noch neue Kosten. Dann ist auch der Verkauf auf dem Gebrauchtwagenmarkt kaum noch möglich und es bleibt nur die Entsorgung.

Den passenden Verwerter finden

Wer ein altes Auto entsorgen möchte, muss einige Punkte beachten. Für die Entsorgung von Kraftfahrzeugen gibt es gesetzliche Vorgaben, um Umweltschutz und korrektes Recycling zu gewährleisten. Verstöße durch illegale Entsorgung können hohe Geldstrafen nach sich ziehen. Die richtige Wahl ist also immer eine geeignete Annahmestelle. Sie muss dafür zertifiziert sein und kann einen Verwertungsnachweis ausstellen, der für die endgültige Abmeldung bei der Zulassungsbehörde benötigt wird.

Annahmestellen sind Autoverwerter oder aber Marken-Händler. Wer sein Auto dort abgibt, sollte aber vorab die Abgabebedingungen prüfen. Nur in sehr seltenen Fällen gelingt es, dabei für ein schrottreifes Fahrzeug noch Geld zu erhalten. Viele Verwerter berechnen sogar noch Gebühren für verschiedene Leistungen. Das liegt daran, dass die Gewinnspanne durch die Altautoverwertung für sie nicht unbedingt hoch ist. Zwar können sie brauchbare Teile aus den Altautos verkaufen, aber die Zerlegung ist zeitintensiv und obendrein entstehen Kosten für die korrekte Entsorgung problematischer Abfälle.

Wer sein Auto an einen Verwerter abgibt, ist deshalb in der Regel schon gut beraten, wenn das Auto kostenlos angenommen und idealerweise auch noch abgeholt wird, falls es nicht mehr fahrtüchtig ist.

Bei Marken-Händlern ist zu beachten, dass sie das Fahrzeug nur unter bestimmten Bedingungen annehmen müssen. So müssen etwa alle wichtigen Bauteile im Fahrzeug enthalten sein und nicht zugehörige vorab entfernt werden (beispielsweise Lautsprecherboxen, Kindersitze, o.ä.).

Wie geht es dann weiter?

Ist das Fahrzeug noch fahrtüchtig und zugelassen, kann es einfach zum Verwerter gebracht werden. Ist das nicht der Fall, muss man es abholen lassen oder selbst für eine Transportmöglichkeit sorgen. Hier können Kosten entstehen, falls sich kein Verwerter finden lässt, der auch die Abholung kostenfrei anbietet. Hat der Verwerter das Fahrzeug angenommen, stellt er einen Verwertungsnachweis aus.

Wird ein Auto der Verwertung zugeführt, muss es anschließend bei der zuständigen Zulassungsbehörde endgültig abgemeldet werden. Dafür sind die Fahrzeugpapiere, beide Kennzeichen (vor der Abgabe abschrauben nicht vergessen!) und der durch den Verwerter ausgestellte Verwertungsnachweis notwendig. Meist fallen für die endgültige Abmeldung geringe Kosten zwischen sechs und zehn Euro an.

Einige Verwerter bieten an, die Abmeldung zu übernehmen. Wer das in Anspruch nehmen möchte, sollte vorab mögliche Kosten erfragen und sich außerdem eine Kopie des Verwertungsnachweises aushändigen lassen.

Übrigens: Auch in Pandemiezeiten gibt es Möglichkeiten das alte Auto loszuwerden. Es gibt nämlich auch Angebote für die kostenlose Autoverwertung mit kontaktloser Abholung. Dabei wird mit dem Anbieter ein Abholtermin vereinbart. Papiere und Schlüssel werden ihm hinterlegt und im Anschluss der Verwertungsnachweis zugestellt. Eine sichere und bequeme Lösung, um das Altauto los zu werden. Solche Angebote sind auch deshalb notwendig, weil sich nicht immer ein Stellplatz für schrottreife Fahrzeuge finden lässt. Hat ein Wagen nämlich keine Zulassung mehr, darf er nicht im öffentlichen Raum abgestellt werden und es können Bußgelder dafür fällig werden.

   

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